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Drei Musikplugins zum Produzieren eigener Songs

In der heutigen Zeit ist das Produzieren von Musik am Computer längst nichts Seltenes mehr. Wenn man nur an die großartigen Songs von einem David Guetta, einem Avicii oder einem Martin Garrix denkt. Aber auch in der Pop Musik wird vieles nur noch digital erschaffen, was sich an den Sounds einer Produktion sofort heraushören lässt.
Voraussetzung für ein Musikplugin ist eine DAW Software, zum Beispiel Samplitude, Cubase oder Protools.
Als Hardware arbeite ich mit einem Midi Keyboard, welches per USB an den Computer angeschlossen wird, um die einzelnen Sounds auszugeben.
In diesem Beitrag stelle ich dir drei Musikplugins vor, mit der du deine eigenen Tracks komponieren und produzieren kannst.

Bliss Sampler

Der Bliss Sampler wird dazu genutzt, einzelne Töne eines Instruments in allen Noten auszugeben.
Beispiel: Du hast einen einzigen Klavierton als wav Datei in der Tonart C – und lädst dieses Klavier C in den Bliss Sampler. Nun kannst du anhand deines Midi Keyboards alle Töne dieses Klkavier Samples abspielen und somit deine eigene Melodie kreieren.
Und so funktioniert Bliss mit allen Samples, egal ob Gitarre, Bass, Drum oder Synthies und unabhängig von der Tonart.
Aber: So cool der Bliss Sampler auch aufgebaut ist, leider ist er für mich als blinden User nicht alleine nutzbar. Zumindest nicht ganz. Der Plugin browser des Bliss ist sehr visuell und deshalb ist Jaws, mein Screenreader, komplett inaktiv. Das heißt, beim Hereinladen einer Audiodatei benötige ich sehende Unterstützung. Nach dem Hereinladen kann ich wieder selber weiterarbeiten.
Der Bliss kostet dich einmalig 90 Euro.

Magix Plugins

Die DAW Software Samplitude verfügt über rund 900 virtuelle Instrumente, genannt VST’s. Diese VST’s sind nach Katalogen angeordnet. Von klassischen Orchester Sounds über Jazz Drums bis hin zu elektronisch beatigen Sounds ist für jeden Musiker und Produzenten was dabei.
Die Magix Plugins sind für blinde User recht barrierefrei, somit können die einzelnen Instrumente anhand von Tastaturbefehlen angesteuert werden.
Sie gehören zu Samplitude und sind beim Kauf der Software automatisch mit integriert, man zahlt also nicht extra für ein weiteres, solches Plugin.

Nexus

Der Nexus gehört zu den top Produktionsplugins, wenn es um EDM und Dance Musik geht.
Wer es laut und basslastig mag, der hat hier die besten Karten. Selbst die klassischen Sounds eines Avicii sind im Nexus zu finden. Von der Barrierefreiheit her ist der Nexus einigermaßen gut bedienbar.
Hier brauche ich nur teilweise sehende Unterstützung bei der Auswahl der einzelnen Instrumentenkataloge.
Nexus Lizenzen können ab ca. 250 Euro erworben werden.

All meine Songs, die man derzeit streamen kann, wurden mit Bliss, Magix und Nexus kreiert.
Mein im Februar veröffentlichter Song “Where are you now” wurde sogar nur mit Bliss produziert.
Hingegen ist “The good times” mit Sounds aus dem Nexus Plugin entstanden.

Fazit

Für welches Musikplugin du dich letztendlich entscheidest: Du solltest dich damit am sichersten fühlen. Ich empfehle, am Anfang auszuprobieren, wenn du dir unsicher bist.
Nur so kannst du herausfinden, welches Programm bzw. Plugin zu dir passt.
Bliss und Magix bieten da sogar kostenlose Demo Versionen zum Testen an.
Viel Spaß beim Produzieren!

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DJ Artin hinter den Turntables

Es ist das Highlight eines jeden DJ’s – die Musik, die man liebt und feiert, mit der Crowd zu teilen. Auf der Bühne zu stehen und die Masse mit der Musik zu begeistern, ist für mich einfach nur faszinierend.

Aber: Kann man denn als blinder DJ vor dem Publikum live auflegen?
Ja, das geht! Und zwar mit Hilfe einer DJ Software, die die barrierefreie Nutzung gut ermöglicht.
Kurz zum Verständnis: Normalerweise hat man als sehender DJ einen Laptop mit einer Software vor sich (Virtual DJ, Serato) etc.
Die Tracks werden in die Software eingepflegt, man kann ganze Playlisten erstellen und dort verwalten. Mit Hilfe eines DJ Controllers, der per USB am Laptop oder PC angeschlossen wird, werden die einzelnen Songs vom DJ live und in Echtzeit gemixt. Diese Variante des Auflegens ist eine besondere Herausforderung, da man den Beat zweier Songs in einen Beat verwandeln muss, für Anfänger eine komplett neue Welt.

Aber nun zurück zur eigentlichen Frage: Wie kann man als Blinder mixen?

Im Prinzip genauso wie ein Sehender auch. Der einzige entscheidende Unterschied liegt darin, dass ich die DJ Software, in dem Fall VirtualDJ, mit einer Sprachausgabe meines Screenreaders bedienen muss. Ich habe somit zwei Kopfhörer. Ein Headphone für die Sprachausgabe, die mir die Songs ansagt, und auf dem anderen Kopfhörer höre ich die Musik.
Das Publikum bekommt von der Sprachausgabe nichts mit, da sie über die interne Soundkarte des Laptops wiedergegeben wird und somit nicht mit den Lautsprechern und der Soundkarte des Controllers verbunden ist.
In Echtzeit kann ich die gewünschte Musik in VirtualDJ hereinladen und sie dann im Controller zusammenmixen.

Drehregler statt Touchscreen

Die Bedienung des DJ Controllers ist aufgrund der Drehregler die geringere Herausforderung. Ich lernte schnell, wo sich die Lautstärke regeln lässt, die BPM des Songs angepasst werden kann und welchen Regler ich drehen muss, um die Musik aus- bzw. einzufaden.
Auch spielt der Equalizer eine wichtige Rolle. Anhand einzelner Regler lässt sich zum Beispiel die Gesangsstimme herausfaden sowie Höhen und Tiefen eines Songs anpassen.
Du siehst, die meiste Arbeit entsteht am Pult und weniger am Laptop.
Die einzige Regel ist nur: Je mehr Knöpfe und Regler das Gerät hat, desto besser für mich. Ein Touchpad bringt uns nicht viel, da hier nur visuell gearbeitet wird.

In nur zwei Wochen zum TV DJ werden

Die größte Herausforderung war für mich anfangs, die Übergänge perfekt erklingen zu lassen. Als ich letztes Jahr damit anfing, übte ich täglich mehrere Stunden. Das hatte auch einen wichtigen Grund, denn schon nach zwei Wochen Übung kam das Frankenfernsehen und ich präsentierte im TV ein Set von 40 Minuten Musik, und zwar ohne Fehler. Damit hatte ich mir also innerhalb von nur zwei Wochen das DJing erarbeitet.
Der Vorteil war für mich jedoch auch, dass ich zu dem Zeitpunkt sowie heute auch bereits meine Radioshow digital anhand der DAW Software Samplitude zusammenmixe.
Diese Art des Arbeitens ist jedoch für Live DJ’s nicht geeignet. Man möchte schließlich nicht teilnahmslos neben der Musik stehen und seinem eigenen set nur zuhören, sondern das Können und die Kunst des DJings soll ja live perfomrt und gezeigt werden.
Deshalb rate ich bei Live Gigs dringend zu einem Controller.
Na dann, let’s go to the stage!

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Musiknutzung online vs. offline

Streamen oder Downloaden? Welche Methode eignet sich für wen?
Was sind die Vor- und Nachteile für alle Beteiligten (Konsument und Artist)?
In diesem Beitrag erfährst du mehr über den Musikkonsum und welche Auswirkungen die Musiknutzung auf die Artists hat. Wir unterscheiden dabei zwischen Streaming und Downloading.

Nur ein Klick bis zum Lieblingstrack

Beim Streaming spielt man die gewünschte Musik über einen externen Zulieferer (Spotify, Youtube etc.) ab.
Die meisten Leute, die ihre Musik konsumieren, nutzen das Streaming Angebot, da es den eigentlichen Zweck erfüllt. Man klickt einfach auf den Play-Button seines Lieblingssongs und kann ihn in voller Länge genießen.
Zudem kann man sich seine Playlists selber zusammenstellen, hat Zugriff auf Millionen von Songs und die Kosten für den Endverbraucher sind sehr niedrig.
So zahlt man für ein Spotify-Abo aktuell 10 Euro.
Für uns Künstler, gerade für Newcomer Artists, ist das Streamen aus meiner Sicht nicht sehr förderlich, da wir damit kaum unser Geld verdienen können. Ein Klick, also ein Stream, generiert in der Regel um die zwei bis drei Cent.
Zudem kann man die Musik nicht lokal auf dem Rechner abspeichern.
Beim Download Prinzip läuft es hingegen anders ab.

Ein Kauf und du kannst die Musik lokal für dich nutzen

Man sucht sich einen Song aus, kann wahlweise eine Hörprobe über die ausgewählte Plattform (Beatport, Amazon, Traxsource) streamen und kauft den Titel anschließend.
Beim Kauf erhält der Käufer eine digitale Rechnung per Mail und kann im gleichen Moment seine gekaufte Musik als mp3 oder wav Datei auf den Computer herunterladen. Somit hat der Kunde dauerhaft lokalen Zugriff auf die erworbene Musik.

Aber, wird überhaupt noch gedownloadet?
Ja, auf jeden Fall. Als DJ ist man auf das Herunterladen von Musik sogar angewiesen.
Wenn man auf einer Party oder im Radio eingeladen wird um dort zu spielen, muss der Song im besten Fall als wav-Datei zur Verfügung stehen, damit er eingesetzt werden kann.
Im EDM Bereich gibt es bei jedem Song meist zwei verschiedene Versionen, die Extended Edit und die Radio Edit.

Extended vs. Radio Edit

Die Radio Edit ist von der Spieldauer kurz, man bekommt diese bei jedem Streamingdienst und sollte es der Song ins Radio schaffen, wird auch nur die Radio Edit gespielt.
Die Extended Version ist die längere Version des Tracks. Anders als bei der Radio Edit, bei der der Song gleich mit den Vocals startet, fängt die Extended Edit erst mit einem Intro (20-30 Sekunden lang) an und endet mit einem genauso langem Outro.
Diese Version wird von uns DJ’s sehr gerne verwendet, weil man dadurch die Übergänge zwischen den Songs professionell erzeugen kann.
Die Extended Version gibt es nur bei bestimmten Musikdiensten: Beatport und Traxsource gehören zu den bekanntesten Plattformen.
Je nach Musiklabel kann man die Extended Version eines Songs auch bei Amazon oder Apple Music erwerben, das kommt aber nicht oft vor.

Beatport vs. Traxsource

Beatport bietet Neuerscheinungen aus dem EDM Bereich exklusiv vor allen anderen Musikdiensten an. Jedoch kostet ein Song hier auch bis zu 2,30€, also 1€ mehr als gewöhnlich.
Dafür stehen aber auch wirklich alle EDM Tracks und deren Extended Version zur Verfügung.
Anders ist das bei Traxsource. Hier kostet ein Song in der Regel 1.99$., also etwas günstiger als bei Beatport. Dafür bietet aber Traxsource keine exklusiven Neuerscheinungen an, oft kommen die Tracks hier erst zwei bis vier Wochen nach dem Release bei Beatport als Extended Version bei Traxsource heraus.
Beatport und Tracsource bieten zudem sehr häufig Rabatte auf den Einkauf an, hier kann man mit Gutscheincodes bei Großeinkäufen bis zu 30 Prozent sparen. Die Codes erfolgen meist per Email Newsletter des entsprechenden Anbieters.
Die Zahlung erfolgt online, z. B. per Paypal oder Kreditkarte.

Fazit

Die meisten Leute nutzen für den Musikkonsum heutzutage das Streaming Angebot. Mit einer monatlichen Abonnentengebühr von 10 Euro bei Spotify hast du Zugriff auf Millionen von Songs.
Beim Downloading erwribt man den Song, preislich bewegen wir uns zwischen 1,29€ und 2,34€ pro Lied. Das ist teurer als ein Spotify Abo, hat jedoch den Vorteil, dass du die Musik lokal abrufen kannst. Die meisten DJ’s sind darauf sogar angewiesen, weil sie ja irgendwie ihre DJ Sets vorbereiten müssen.
Streaming oder Downlaoding? Welche Methode nun wirklich besser ist, kannst du letztendlich nur selber herausfinden.
Kleiner Tipp: Du kannst auch zweigleisig fahren und beide Methoden nutzen.

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Nicky Romero über das Ziel hinter Protocol und seine Erfahrungen mit Blinden

Er ist der Gründer des Musiklabels Protocol Recordings, hatte mit Avicii, David Guetta und Calvin Harris zusammengearbeitet. Nun führte sein Weg zu mir in die Blind Dance Radio Show – please welcome Nicky Romero!

Die wichtigsten Facts über Romero

Geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, wo elektronische Tanzmusik (EDM) eine sehr große Rolle spielt, startete der DJ vor über zehn Jahren seine Karriere. 2012 hatte er seinen Durchbruch mit “Toulouse”.
Es folgten daraufhin Hits mit Avicii “I could be the one” oder der Festivalbanger “Metropolis” mit David Guetta.
2012 gründete Romero auch sein Label “Protocol Recordings”, bei dem Artists die Chance bekommen, ihre Tracks zu veröffentlichen.

Die geheimnisvolle Inspirationsquelle

Seit Anfang der 2010’er gehört Romero zu den erfolgreichsten DJ’s. Für die Umsetzung seines Sounds braucht man aber eine gewisse Portion Kreativität, oder? Im Interview mit mir verrät er, woher er sich die Inspirationen für seine Musik holt.

“Es gibt nicht die eine Quelle, von der ich mich inspirieren lasse. Es kann alles mögliche sein. Manchmal ist es ein wunderbares Klavierlied, ein Song aus dem Bereich Pop und Rock. Ich höre aber auch gerne anderen DJ’s zu, was die so für Tracks spielen.”

Die Story hinter Protocol – einfach und fair Musik releasen

Wie bereits erwähnt gründete Nicky Romero 2012 das Musiklabel Protocol.
Über die Absicht dahinter sagt er:

“Es gab damals keine guten Voraussetzungen für junge Newcomer Produzenten. Als Künstler musstest du teilweise deinen Namen und auch deine Rechte etc. abtreten. Ich hatte daraufhin die Idee, selber ein Label zu gründen, dass es den DJ’s und Produzenten möglichst einfach und fair macht, ihre Musik zu veröffentlichen.”

Die Blindheit – für Nicky Romero kein Tabuthema

Auch in Sachen Handicap hat der Niederländer keine Berührungsängste. Durch den Kontakt zu einem blinden Freund, Robert, der Klavierstimmer ist und selber auch das Instrument spielt, wurde Romero eine neue Welt aufgezeigt.

“Auch Blinde sind für mich eine Inspiration. Robert hat ein unglaubliches Talent fürs Klavierspielen. Du kannst ihm jeden Song zeigen und er spielt ihn auf dem Klavier einfach nach. Das Gehör der Blinden ist auf einem sehr hohen Level.
Ja, und ich versuchte auch selber mit geschlossenen Augen Klavier zu spielen.
Im Laufe unserer Freundschaft wurde mir klar, wie glücklich wir Sehenden doch sein sollten, die Fähigkeit, sehen zu können, zu besitzen. Und dass das dir erst dann bewusst wird, wenn du jemanden kennst, der nicht sehen kann.”
sagt Nicky Romero.

Ein sehr sympathischer und bodenständiger Mann. Als großer Nicky Romero Fan bin ich mehr als dankbar, dass das Interview zustande gekommen ist.

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Mein Statement zum Ultra Music Festival 2022 in Miami

Das Ultra Music Festival in Miami gehört zu den weltweit erfolgreichsten EDM Festivals.
Nach drei Jahren Pandemie wurde vom 25. bis 27. März 2022 im Bayfront Park (Downtown, Miami) endlich wieder gefeiert.
Die Liste der Acts ist endlos lang. David Guetta, Martin Garrix, Armin van Buuren, Tiesto und Nicky Romero waren endlich wieder live on stage.
Dank dem UMF TV Youtube Livestream konnte man das Event in perfekter Tonqualität miterleben.
Ich habe mir das komplette Festival angehört und stelle dir nun meine Lieblings-Livesets vor.

Nicky Romero

Der Niederländer Nicky Romero war einer der ersten Acts beim diesjährigen UMF.
Im Interview mit UMF TV machte er schon auf seine kommenden Tracks aufmerksam, die sich von seinem klassischen Stil etwas unterscheiden sollen. Einen ersten Vorgeschmack findet man in diesem Liveset, welches aus zahlreichen neuen ID’s (unreleased Tracks) besteht. Aber auch Klassiker wie I could Be the One mit Avicii wurden von ihm gespielt.

Tiesto

Zwei Dinge über Tiesto, die mich positiv überrascht haben:
1. Sein Festival Sound ist endlich zurück, mit vielen neuen Club Bangern brachte auch er die Menschenmenge zum Rasen.
2. Tiesto wurde vor einiger Zeit Vater, die Meldung ist wohl an mir vorbeigerauscht.
Der “The Motto” Interpret äußerte sich dazu im UMF TV sehr happy und sagte, dass dieses Gefühl, Vater zu sein, das schönste ist was es gibt.

Afrojack

Afrojack gehört seit Jahren zu den zehn erfolgreichsten DJ’s der Welt – und lieferte beim UMF 2022 ein für mich sehr energiegeladenes Set aus Big Room, Bass House und Afrojack Classics ab.

Martin Garrix

Auch Martin Garrix war beim Ultra Music Festival und lieferte ordentlich ab!

David Guetta

David Guetta, die Nr. 1 der DJ Weltrangliste und Mitgründer des Future Rave, war am dritten Tag on stage und spielte neben seinen bekannten Hits auch zahlreiche Future Rave ID’s, die er mit Morten produzierte.

Armin van Buuren

Der God father of Trance Music, Armin van Buuren, rockte die Main Stage am Sonntagabend!

Und last, but not least.. Hardwell!.

Sein Comeback wurde schon seit Wochen vermutet. Mit einem exklusiven Liveset von ihm trat der Niederländer als letzter Act der Ultra Main Stage in der Nacht zum Montag auf.

Fazit

Es ist wohl offensichtlich: Alle DJ’s und deren Fans sind über das Comeback des Ultra Music Festivals mehr als happy.
Aus den zahlreichen Interviews, die UMF TV mit den Acts führte, ließ sich heraushören, dass jede/r endlich froh ist, wieder auf der Bühne stehen zu können.
Für mich war das UMF ein Riesenhighlight. Bemerkenswert finde ich auch die Top Tonqualität, sowohl von der Musik, den Shoutouts der DJ’s sowie dem Publikum.
Well done, Ultra!

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Produktion und erste Erfolge mit der Blind Dance Radio Show

Auf dem Bild sieht man ein Projekt, welches ich in Samplitude bearbeitet habe

In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie ich meine Playlist für die Blind Dance Radioshow gestalte, wie die tatsächliche Produktion stattfindet und zudem verrate ich dir, mit welchen DJ’s ich schon kooperieren durfte. Viel Spaß.

Von Nicky Romero, Afrojack und Co. inspiriert

Bei der Erstellung eines Mixes für die Blind Dance Radio Show orientiere ich mich an den Tracks, die von Star DJ’s wie Nicky Romero, Afrojack oder Martin Garrix in ihrer Show gespielt werden.
Dank der Digitalisierung ist es heutzutage möglich, die Mixtapes der genannten DJ’s abzurufen, um zu erfahren, wie die Kollegen den Mix und die Show gestalten.
Übrigens: Die 1. Radioshow in die ich reinhörte, war Jacked Radio von Afrojack.
Zurück in die Gegenwart. Ich nehme mir wöchentlich ein bis zwei Stunden Zeit, um mir durch die Radioshows von Nicky Romero und Co. ein Bild von neuen Tracks zu verschaffen. Die Songs, die mir dann am meisten zusagen, werden in meine Playlist aufgenommen.
Woran ich das festmache? Nun, jeder hat natürlich seinen eigenen Musikgeschmack. Für mich muss der Track energisch und basslastig klingen. auch ein Piano oder ein fetter Synthesizer dürfen nicht fehlen.
Die Blind Dance Radio Show spiegelt praktisch die Musik wieder, die ich selbst feiere.

Jetzt wird’s produktiv

Nachdem ich meine Favourite Songs in die DAW Software Samplitude reingeladen habe, gibt es eine extrem wichtige Sache, die ich überprüfen muss: Die Anzahl der BPM.
Das Tempo oder auch die Beats per Minute (BPM) genannt, geben vor, wie schnell ein Song ist. Beim Mixen sollten daher alle vorkommenden Songs den gleichen BPM Wert haben, ansonsten würde der Beat nicht eingängig und gleichmäßig klingen. Man hätte stattdessen das Gefühl, dass ein Song immer schneller ist als der andere.
Ich als blinder DJ verlasse mich da nur aufs Gehör. Hierbei kann eine Abweichung einer Millisekunde dazu führen, dass der Beat aus den zwei zusammengemixten Songs nicht mehr gleichmäßig klingt. Deshalb kommt es wirklich bei mir aufs Gehör und auf enorm viel Konzentration an.
Früher brauchte ich bei der Erstellung eines Mixes von 60 Minuten Spielzeit mindestens drei oder vier Stunden.
Heute schaffe ich die Produktion dank kontinuierlicher Übung und Erfahrung in weniger als einer Stunde.

Die Moderation – ein wichtiger Bestandteil

Man kennt es aus Protocol Radio oder der Martin Garrix Radio show ja auch. Ganz typisch erfolgt am Anfang ein Intro, gefolgt von einer kleinen Anmoderation des jeweiligen DJ’s. Auch bei Blind Dance Radio ist dieser Ablauf identisch.
Was jedoch an dieser Stelle wichtig zu erwähnen ist: Alle Moderationen, die du in meiner Show hörst, werden getrennt vom Mix aufgenommen. So können die einzelnen Takes individuell geschnitten und bearbeitet werden. Der Mix aus Musik und Sprache lässt sich perfekt abmischen, sodass Moderation und Musik miteinander super harmonieren.
Nachdem ich also Samplitude öffne, lade ich den fertigen Mix auf eine Spur. Auf allen weiteren Spuren folgen dann die fertigen Moderationstakes.
Anschließend ziehe ich den virtuellen Lautstärkeregler an den entsprechenden Stellen leiser und wieder lauter.
So funktioniert das prinzipiell auch mit den Blind Dance Radio Jingles.
Diese Arbeit, also das Abmischen von allen vorhandenen Eleemnten, macht mir Riesenspaß, ist aber auch der aufwändigste Teil der Fertigstellung meiner Episode.
Da sitze ich locker 90 Minuten, manchmal zwei Stunden am Rechner.

Kooperationen mit anderen DJ’s

Nicht jeder DJ hat eine eigene Radioshow. Meiner Meinung nach ist das aber auch nicht zwingend Voraussetzung für einen DJ oder einer DJane. Wichtig ist, dass man die Chance bekommt, öfffentlich wahrgenommen und gehört zu werden. Dazu kann auch die Performance auf einer Party bzw. in einem Club gehören.
Für mich war 2020 das Startjahr des DJings, und wie wir alle wissen hat damit leider auch das Corona Jahr begonnen. Ich entschied mich nicht nur deshalb, aber auch dank meiner Erfahrungen im Radio, meine eigene Show zu gründen.
Seit der Gründung von Blind Dance Radio war mir aber auch klar: Jeder Newcomer DJ, aber auch Kollegen die länger im Business dabei sind, sollen in meinem Format mit einem Gastmix und / oder einem Interview beisteuern.
Dieser Gedanke, andere DJ’s in meine Show einzuladen, ließ sich dank Social Media überraschend schnell realisieren.
Von Hobby DJ’s über Newcomer DJ’s bis hin zur obersten Liga hatte ich wirklich schon alles an Board.
Hier ein paar Beispiele: Craize, Alfa Ape, Atomic Bass, Revelz, Musical Taste, Jason Daviid und noch viele mehr, da ist die Liste endlos lang.
Als Star DJ’s hatte ich zudem Mike Williams, Jewelz and Sparks, Jaxx & Vega, Nicky Romero, Armin van Buuren und Tungevaag mit dabei.
Natürlich ist es schwieritg, die Top DJ’s der Welt, zu denen Nicky Romero oder ARmin van Buuren gehören, von einer Kooperation zu überzeugen, weil diese täglich unzählige Anfragen erhalten.
Aber es ist grundsätzlich nicht unmöglich.
Über meine Erfahrungen mit Nicky Romero, Armin van Buuren und Co. berichte ich nächste Woche hier auf djartin.de

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Die Story hinter der Blind Dance Radio Show

Mit über 100 produzierten Folgen auf über 50 Radiokanälen präsentiere ich einmal pro Woche die neuesten EDM Tracks in the mix!
Doch hinter dem Konzept der Blind Dance Radio Show steckt eine Menge Arbeit, die man von außen gar nicht so mitbekommt. In diesem Beitrag erfährst du mehr darüber.

Meine Leidenschaft zu EDM und House

EDM und House ist das, was dich bei mir erwartet. Warum EDM?
Als ich 2014 das erste Mal ein DJ Set von
Wee-O

im Radio hörte, war ich hin und weg. Die Faszination der Energie, des Basses und der Synthies die in dieser Musik steckt, haben mich mehr als beeindruckt.
Ich hatte damals ganze Mixtapes von Wee-O, Hardwell, Afrojack uvm. aus dem Radio recordet. So konnte ich jederzeit zu meinen Lieblings DJ’s abtanzen und mit raven.
Beim Hören versetze ich mich meist in folgende Szene: Ich stehe auf einer großen Bühne vor sehr vielen Leuten, heize das Publikum mit energiegeladenem Elektro ein und feuere zum Tanzen an.
Man kann das ganze mit einem Film vergleichen. Wenn sich der Synchronsprecher bzw. die Synchronsprecherin in die Szene des Originalschauspielers versetzt, entstehen automatisch Bilder im Kopf.
So ähnlich geht es mir wenn ich einen Mix von Afrojack oder Nicky Romero höre. Ich lebe und fühle die Musik.

Die Anfänge im Auflegen

Erste Versuche im Auflegen sammelte ich 2017. Zum Spaß suchte ich mir meine Lieblingssongs aus und nahm sie in einer simplen DAW Software auf, jedoch so dass sie miteinander zusammengemixt wurden.
Die Kunst des Mixens ist es nicht wie bei einem CD Player bzw. einem virtuellen Player Songs abzuspielen, sodass im schlimmsten Fall zwischen zwei Songs eine lange Pause entsteht. Mixen bedeutet, dass man verschiedene Tracks, die unterschiedlich schnell oder langsam sind, miteinander verbindet, sodass sie zu einem Track verschmelzen. Diese Herausforderung hatte ich anfangs, was aber auch daran lag, dass die Tracks zum einen nicht aus einer Extended Version bestanden. Und zum anderen besaß ich keine sinnvolle DAW Software, die für Blinde zum Mixen ausgelegt war.
Die Voraussetzung für eine für mich ausgelegte DAW Software sowie die Anschaffung von Songs als Extended Version ließ sich erst 2019 realisieren.

Erste Kooperationen mit Radiosender

Dank meiner Kontakte zum Radioanbieter
laut.fm
über den Hobbyradiomacher ihren Traum vom eigenen Sender verwirklichen können, kam ich mit anderen Betreibern in Kontakt. Damals hatte ich schon zwei Pilot-Mixtapes aufgenommen und sie den Kollegen geschickt.
Das Feedback war sehr positiv und es ermutigte mich, mein Vorhaben weiter auszubauen. Im Sommer 2019 bespielte ich bereits vier Sender. Das Pilot Projekt trug den Titel: Blind EDM Radio mit Artin.

Hintergrund zum Namen der Show

Die Entscheidung, das Projekt meiner Radioshow voranzutreiben und zu vergrößern, traf ich bereits schon Monate vor der Gründung der Show. Mir war klar, dass ich zunächst einen Artist Namen brauche.
Bei der Auswahl tat ich mir jedoch schwer, ich versuchte es sogar mit einem Online Generator für DJ Namen. Auch das stimmte mich aber nicht zufreiden. Und plötzlich kam die zündende Idee!
Warum nicht ganz einfach meinen Vornamen nehmen, davor noch das Wort “DJ” setzen und fertig. Das erschien mir am sinnvollsten. Und wie wir wissen, hat es ja mit DJ Artin auch funktioniert.
Bei Blind Dance Radio war hingegen von Anfang an klar, dass aufgrund meiner Leidenschaft zu EDM und meinem Handicap das ich habe, die Wörter Blindheit und das Tanzen im Namen der Radioshow vorhanden sein sollen. Also Blind Dance, blind tanzen.
So entstand der Name Blind Dance Radio.

Reichweite

Zu einer erfolgreichen Radioshow gehört natürlich auch eine gewisse Reichweite. Mir war klar, dass kommerzielle UKW Radios wie Radio Energy oder Sunshine Live Blind Dance Radio nicht gleich on air bringen werden.
Bei einem langen Telefonat mit einem guten Freund der beim Radio arbeitet, wurde mir klar, dass ich zwei Möglichkeiten habe. Entweder ich klappere einen Radiosender nach dem anderen ab und hoffe, dass da eine Zusage kommt. Diese Vorgehensweise empfehle ich jedoch keinem Newcomer DJ, weil es unter Umständen extrem stressig, energie- und zeitraubend wird.
Zudem muss man lernen, mit Absagen umzugehen. Der Umgang damit ist oft mit einem großen Lernprozess verbunden, den ich selber durchlebt habe
Also entschied ich mich für eine zweite Option.
Die Plattform radiosendungen.net ist für Radiosender- und Produzenten entwickelt worden. Ziel ist es, eine fortlaufende Show auf verschiedenen Webradiosender zu streamen. Die Sender können selber aussuchen, ob und wann sie die Show bei sich im Programm haben wollen. Ich als Produzent bin zudem unabhängig und kann die Radioshow bei radiosendungen.net als Vorproduktion jederzeit online stellen, was bedeutet dass ich zum Zeitpunkt der Ausstrahlung nicht live im Studio bin. Natürlich ist eine kontinuierliche Regelmäßigkeit der Produktion Voraussetzung für diese Option.
So kam es, dass Blind Dance Radio nach dem Einreichen einer Pilotsendung genehmigt wurde.

Die erste Folge

Meine erste Folge wurde Ende Januar 2020 ausgestrahlt. Damals startete ich mit vier Sendern, diese kannte ich privat aus dem vorherigen Pilotprojekt.
Das Angebot über die Plattform radiosendungen.net folgte im März 2020. Seither können Radiosender (Web, UKW und DAB+ ) meine Show buchen. Insgesamt sind wir aktuell bei über 50 Kanälen, worüber ich sehr dankbar bin.

Aufbau der Blind Dance Radio Show

Die Show besteht aus einem Intro und Moderation, vor allem steht jedoch der DJ Mix im Fokus. Jingles werden seit Folge 69 von der britischen Sprecherin Ashleigh Whitfield (BBC TV) eingesprochen.
Neue Mixe werden von mir schon mindestens drei Wochen im Voraus vorproduziert. Somit bin ich in der Planung der Shows sehr flexibel.
Zu meinem eigenen DJ Mix folgen dann auch Interviews und Guest Mixe von anderen DJ’s.
Dazu gibt es aber nächste Woche einen neuen Beitrag hier auf meiner Website.
Zum Abschluss findet ihr hier noch eine Folge Blind Dance Radio, viel Spaß!

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Blind Dance Radio – Alles, was man darüber wissen sollte

Blind Dance Radio – Alles, was man darüber wissen sollte

Seit Januar 2020 produziere ich aus meinem Homestudio meine eigene Syndicated Radioshow Blind Dance Radio, welche auf ca. 45 Radiochannels ausgestrahlt wird.

Insgesamt sind über 80 Episoden veröffentlicht worden. Das Konzept der Show lautet: DJ Artin mixt elektornische Musik und das komplett blind.
Von Zeit zu Zeit lade ich mir Guest DJ’s in die Show ein. Dabei waren schon einige interessante Acts mit von der Partie. Hier ein paar Beispiele:

– Mike Williams
– Jewelz and Sparks
– Daniel Wanrooy (Labelinhaber bei Elpida Music)
– Jaxx & Vega

Marie’s EDM News

Zudem gibt es seit kurzem die Rubrik Marie’s EDM News.
Hier präsentiert euch Marie, die im journalistischem Bereich tätig ist, die neuesten Ereignisse aus der DJ Szene.

Fazit

Blind Dance Radio ist ein komplett neu aufgesetztes DJ Format, das von einem blinden DJ aus Deutschland produziert wird und mit viel Support immer weiter wächst.
Jeder, der elektronische Tanzmusik feiert, der wird auch diese Radioshow ins Herz schließen.

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Das sagen die Radiosender zu Blind Dance Radio

Begeisterung über den blinden DJ Artin

Das sagen die Radiosender zu seinem Blind Dance Radio

Blind Dance Radio (BDR) wird wöchentlich auf ca. 45 Webradios gestreamt.
Gemixt und moderiert von mir, DJ Artin.
Auch bei nkmr Radioaus Köln läuft die Show.
“Im Allgemeinen finden wir die ganze Konzeption der Sendung sehr interessant und die Tatsache, einen blinden DJ im Programm zu haben, macht uns besonders
stolz”, sagt Dirk Lankow, CEO bei nkmr Radio.
Er und sein Team haben meine Blind Dance Radio Show sogar als Premium Variante gebucht, was dem Sender exklusive Vorteile bringt, wie zum Beispiel senderbezogene und angepasste Moderationen.
Weiter erklärt er: “nkmr Radio legt nicht nur Wert auf die Förderung von Minderheiten (z.B. Musik von LGBTQ-Künstlern), sondern auch auf einen inklusiven Charakter. Das Motto des Senders ist „No One Is Excluded“ und das möchten wir leben.
Natürlich steht Artins Blindheit bei der Ausstrahlung der Sendung nicht im Vordergrund
– ganz und gar nicht – aber es ist eine Besonderheit.
Alle Menschen, die wir gefragt haben, wie sie es finden, dass Artin ein blinder DJ ist, waren zunächst
verblüfft. Und wer die Sendung hört, kommt aufgrund von Artins Souveränität und dem guten Mix der Tracks in der Sendung nicht darauf, dass er eine Sehbehinderung haben könnte.”

Auch die Kollegen von
Mira FMsind begeistert von Blind Dance Radio und haben ebenfalls die Premium – Variante gebucht.
“Wir sind mit der Qualität der Show sehr zufrieden und finden das sie höchst professionell produziert wird.
Uns gefällt die Botschaft hinter der Show besonders gut, das man auch mit einem Handicap alle Möglichkeiten hat, seine Träume zu verwirklichen!”, sagt Mathias Graf, Programmleiter bei Mira FM.

Für Jürgen Bergmann, Programmchef bei
magnetic-fmist Blind Dance Radio eine “Programmbereicherung”.
Bergmann sagt dazu: “Ein blinder DJ beliefert uns persönlich, Woche für Woche eine super Show mit tollem Inhalt, kompakt in einer Stunde.”

Fazit

Für viele Menschen ist es offenbar etwas Neues, dass ich als blinder DJ Musik mixe und moderiere.
Für mich ist es eine Passion!
Ich mache das, weil ich es liebe.
Blind Dance Radio ist ein Beispiel dafür, dass man seinen Traum in der Musikszene auch mit einem Handicap verwirklichen kann.
Solange ich mein Gehör habe, ist alles gut!

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Jaxx & Vega im Interview

Jaxx & Vega gehören zu den erfolgreichen Newcomer DJ’s aus der EDM – Szene.
Die beiden Jungs haben schon für die Musiklabels Smash The House, Revealed Recordings und Rave Culture Tracks produziert.
Hier geht es zum exklusiven Interview mit den beiden Profi DJ’s.