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Mein DJ Auftritt bei TIDE TV in Hamburg

Facts über TIDE

Fast jedes Bundesland in Deutschland (außer Bayern) verfügt über einen Offenen Kanal. Es handelt sich dabei um eine Medieneinrichtung, die allen Medieninteressierten ermöglicht, Radio oder TV zu gestalten.
In Hamburg ist Tide dafür zuständig.
TIDE hat ein eigenes Radio mit einer eigenen UKW Frequenz in Hamburg (96.0) und ist auch auf DAB+ empfangbar. Hier läuft wöchentlich, donnerstags um 22 Uhr, meine Radioshow Blind Dance Radio.
Tide hat aber auch ein Fernsehprogramm, welches man im Internet oder in Hamburg über Kabelfernsehen empfangen kann.
Am 17.11.2022 fuhr ich nach Hamburg, um bei TIDE TV eine Stunde als DJ zu performen. In diesem Beitrag erfährst du mehr dazu.

TIDE – wie ist der Offene Kanal Hamburg eigentlich aufgebaut?

Die Medieneinrichtung besteht aus einem großen Gebäude. Die unteren Stockwerke gehören dem Fernsehen, während die oberen Stockwerke aus den Radioräumen – und Studios bestehen.
Es war das erste Mal, dass ich dort persönlich zu Gast sein durfte. Das Vorzimmer besteht aus einem großen Büro, der sogenannten Sendeabwicklung, in dem bis zu fünf Leute sitzen und die einzelnen Sendungen der Redakteure – wie von mir – entgegennehmen und anschließend einplanen.
Bei meiner Führung durch das Radiostudio wurde mir außerdem erklärt, dass das Studio erst vor einiger Zeit auf die neueste Technik gebracht wurde.

TIDE TV – Zeit für den eigentlichn Anlass meiner Reise

Begleitend aus einem Fernsehteam, wurde nach dem Radiorundgang alles Wichtige für mein DJ TV Set aufgebaut.
Natürlich zählte dazu auch die Beleuchtung sowie mein eigenes Equipment. Ich hatte meinen DJ Controller sowie meinen Laptop dabei. Der Aufbau der Technik (Kameras, Verstärker, Boxen) sowie der Beleuchtung und der Dekoration dauerte bis zum Zeitpunkt des eigentlichen Drehs knapp drei Stunden.

In Action – DJ Artin beim Performen im TV

Es war für mich ein großartiges und vertrautes Gefühl, wieder hinter den Turntables stehen zu dürfen und meine Playlist, die ich schon Wochen zuvor vorbereitet hatte, live zu mixen. Dieses Gefühl der Energie und der Leidenschaft beim Auflegen und Mitfeiern erinnerte mich an meinen Promoauftritt im Club “Hirsch”, der schon einige Monate zurückliegt.
45 Minuten pure Partybeats, die auch mein Publikum vorort zum Tanzen brachten.

Backstage interviewt

Nach dem gelungenen Auftritt ging es auch schon gleich mit dem letzten Teil weiter – nämlich einem kurzen Backstage Interview, indem ich über meine DJ Karriere und über die Wichtigkeit der barrierefreien DAW’ Programme berichtete.
Mir wurde auch hier bewusst, wie wichtig und essentiell es ist, als blinder DJ und Musikproduzent ein für mich funktionsfähiges Programm zu nutzen, das mir die Bedienung vereinfacht.

Fazit

Insgesamt war der Auftritt erfolgreich und gelungen. Es handelte sich um eine Vorproduktion, die demnächst im TV und als Radioshow ausgestrahlt wird.
Die Kolleg/innen vorort waren super nett und herzlich. Ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch bei TIDE…

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Teile deine Musik in nur wenigen Schritten mit der ganzen Welt

So bringst du deine Musik zu Spotify, Apple Music, Amazon, Deezer und Co.

Als Artist möchtest du natürlich, dass die Welt deine Musik hört.
Erfahre hier, wie du in wenigen Schritten deine Musik bei Spotify und Co. veröffentlichen kannst.

So wichtig sind Musik Distributer

Für die Veröffentlichung deiner Musik benötigst du einen Distributer. Die Aufgabe der Musik Distributer ist es, deinen Release sicher an die Stores zu schicken, damit diese dort deinem Publikum zur Verfügung gestellt wird.
Ich empfehle iMusician als Anbieter, weil die Preise fair sind und der Support bei Fragen immer zuverlässig weiter hilft.
Die Bedienung der Oberfläche ist gut.
Weitere Anbieter sind z. B. Distrokid, iGroove und Rocketjet.

Starte deine gelungene Karriere als Musiker in nur wenigen Schritten

So funktioniert es:

1. Du benötigst beim Distributer deiner Wahl ein Profil (damit ist lediglich deine Registrierung gemeint).
2. Um die bestmögliche Soundqualität zu bieten, musst du deine Musik mindestens im Audioformat .wav oder .flac anbieten. Das Mp3 – Format wird bei den Shops nicht akzeptiert.
3. Du benötigst ein Artwork zu deinem Release, also ein aussagekräftiges Bild, dass sich mit deinem Release identifizieren lässt. Das kann eine Grafik, dein Logo inkl. Text oder ein Foto von dir sein. Informiere dich bei deinem Distributer rechtzeitig über die Bildauflösung.
4. Du bestimmst, wo und wann dein Release veröffentlicht werden soll. Ich empfehle dir beim Einreichen, gleich alle Stores auszuwählen, denn nur so steigt die Reichweite und die Chance, dass deine Single gehört wird.
5. Du bestimmst, ab welchem Datum dein Lied oder Album erscheinen soll. Plane mindestens 3-4 Wochen Vorlauf ein, denn täglich werden unzählige Songs bei den Stores eingereicht, sodass diese eine gewisse Standard Vorlaufzeit benötigen, um deinen Release online zu stellen. Für Express Lieferungen (hier sind die Wartezeiten meist nur wenige Tage) verlangt der Anbieter eine zusätzliche Gebühr, die mit einkalkuliert werden sollte.
6. Das Regular Paket bei iMusician, das die Veröffentlichung auf allen Shops anbietet, kostet dich einmalig 20 Euro.

Viel Erfolg!

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Maurice Lessing über sein Geheimnis zum Erfolg beim Musiklabel Hexagon

International unterwegs

Er gehört zu den erfolgreichsten EDM Newcomern aus Deutschland – Maurice Lessing feiert mit seinen Releases bei renomierten Dance Labels wie Revealed, Spinnin’ und Hexagon weltweite Erfolge.
Und das ist noch nicht alles. Bekannte Radiostationen wie 1Live, der SWR und Radio Energy hatten ihn in der Playlist.
Sein neues zu Hause ist Hexagon, Don Diablo’s Label. Da blüht Maurice gerade voll auf. Der Weg bis dorthin war jedoch nicht einfach, wie er im exklusiven Blind Dance Radio Interview verrät.

“Für die Dance Labels produziert man ja gewöhnlich zahlreiche Demos und kriegt oft erst mal gar keine Antwort. Irgendwann denkt man sich: Woran liegt es?
Man muss sich sehr auf ein Dancelabel spezialisieren, denen zeigen, dass man musikalisch mit dem Label zusammen passt.
Hexagon bietet hierbei einem viel Kreativität und Freiheiten.”

Zu den Demos: Du produzierst Songs und schickst sie z. B. an Hexagon. Erzähle uns doch, wie das genau ablief, als du noch am Anfang deiner Karriere warst.

“Ich hatte vor dem ersten Release schon zehn andere Songs produziert, die meiner Meinung nach sogar besser zum Label gepasst hätten. Aber irgendwann fällt man beim Labelteam in den Emails auf. Nach einiger Zeit hieß es, deine Musik klingt schon ganz gut – und so bin ich dran geblieben, bis es zum ersten Release bei Hexagon kam.”

Welches Geheimnis steckt hinter deinem persönlichen Erfolg bei Hexagon?

“Hmm, also anfangs produzierte ich Songs, die extrem ähnlich wie die von Mike Williams, Martin Garrix und Hardwell klangen. Das ist als Newcomer auch in Ordnung, um die Regeln zu verstehen und um zu wissen, wie die Tracks aufgebaut sind. Das Entscheidende ist aber, zum Schluss seine eigene Note hinzuzufügen – on top quasi etwas Neues zu kreieren.”

Hexagon gehört ja Don Diablo, wie wir wissen. Durftest du Don schon mal persönlich treffen?

“Leider nicht. Ich war zwar vor einigen Monaten im Bootshaus, als er dort auflegte. Zeitlich hat es mit einem persönlichen Treffen jedoch nicht hingehauen. Aber auf dem Amsterdam Dance Event im Oktober sollte es klappen.”

Fazit

Jeder fängt mal an – so auch Maurice Lessing. Durch seine Hartnäckigkeit, viel Geduld, aber vor allem durch sein Talent ist er fester Bestandteil der internationalen EDM Szene geworden.
Beim Amsterdam Dance Event ist der gebürtige Dortmunder dieses Jahr sogar live on stage – congrats!

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Barrierefrei Musik und Podcasts produzieren – tauche ein in eine neue Welt mit Samplitude

Samplitude barrierefrei und blind nutzen? Ja, das geht!

Die Musikproduktionssoftware Samplitude, welche von der Firma Magix entwickelt wurde, bietet sehenden und blinden Musikern, Podcastern und Radiomachern effizientes, individuelles und barrierefreies Arbeiten mit dem Audiomaterial an.
Du kannst mit Samplitude ganze Songs komponieren – oder einen Podcast produzieren.

Wie funktioniert es?
Seit einigen Jahren bietet Samplitude durch den Accessibility-Modus einen entscheidenden Vorteil für Blinde: Dank diesem Tool kannst du als Blinder / als Blinde selbständig Audioobjekte bearbeiten, Midi Files recorden und abmischen.
Durch topoptimierte Jaws Skripte und angepasste Shortcuts, welche ich im Laufe der letzten Jahre mit angepasst habe, werden Kurzbefehle wie Spurwechsel oder Objektauswahl vorgelesen und zusätzlich in Computer-Brailleschrift ausgegeben.
Doch dem nicht genug: Samplitude bietet über 700 verschiedene VST’s (virtuelle Instrumente) aus über 20 verschiedenen Katalogen an. Von Electro über Pop bis hin zu Orchester-Sounds kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.
Zusätzlich lassen sich weitere externe Plugins wie den Nexus problemlos einbinden.

Warum sollte ich Samplitude nutzen?

Du musst es so sehen: Als blinde Person hast du im Bereich Audioproduktion nicht sehr viel Auswahl an professionellen Programmen. Die wenigen Programme, die es derzeit auf dem Markt gibt, sind beispielsweise Reaper (Windows) oder Logic (Mac).
Reaper bietet jedoch zum Beispiel keine virtuellen Instrumente und verfügt über keine Musikbibliothek. Eine Lizenz ist hier zwar günstig, aber dafür musst du dir alle weiteren Tools zusätzlich dazukaufen. Genauso benötigst du neben Jaws ein weiteres Accessiblity-Tool, das erst den Zugang etwas erleichtert.
Samplitude vereint hingegen nicht nur das Programm mit dem Accessibility-Tool, sondern beinhaltet (wie oben beschrieben) hunderte von verschiedenen Instrumenten plus Jaws Skripte, die erst dieses Jahr neu optimiert wurden und dir jeden Arbeitsschritt innerhalb der Software so einfach wie möglich macht.

Wo wird Samplitude eingesetzt?

Samplitude wird meistens in Ton- und Radiostudios oder bei Musikevents eingesetzt. Vor allem Musiker nutzen das Magix-Produkt.

Welche Version brauche ich?

Wichtig: Solltest du blind bzw. sehbeeinträchtigt sein, benötigst du die Pro X Version von Samplitude, da nur diese Version über den Accessibility-Modus verfügt und der zum Arbeiten mit Jaws essenziell ist.
Als sehender reicht lediglich die Music Studio Lizenz aus, die um die 100 Euro kostet.

Was kostet mich Samplitude Pro X?

Nach einer 30-tägigen kostenlosen Testversion bezahlst du einmalig 400 Euro und hast nicht nur Zugriff auf die Software, sondern auch auf dessen Instrumentenbibliothek und kannst direkt durchstarten.

Ist Samplitude auch für Mac Rechner zugelassen?

Samplitude ist so wie die Screenreader-Software Jaws eine reine Windows Software.

Woher bekomme ich die Jaws Skripte?

Die Jaws Skripte für Samplitude kannst du bei mir erwerben. Mehr Informationen dazu erfolgen auf Anfrage.

Wie kann ich mir das Wissen über die barrierefreie Steuerung der Software aneignen?

Ich bin dein Coach und Berater für barrierefreie Audioproduktion mit Samplitude. Bei mir lernst du in wenigen Stunden das Produzieren von Musik, umfangreichen Radioshows, Podcasts, Jingles und vielem mehr.

Fazit

Was sich viele blinde Musiker/innen und Podcaster/innen lange gewünscht haben, ist nun endlich Realität geworden.
Samplitude Pro X in Kombination mit optimierten Jaws Skripten ermöglicht jeder sehbeeinträchtigten Person eine vollkommen neue Welt der Musik- Radio- und Podcast Produktion.
Ganze Radiosendungen, Podcasts und eigene Songs lassen sich mit dem Programm in wenigen Schritten erzeugen.
Ich coache dich bei allem, was du damit vor hast und mache dich zum Profi.
Du hast Lust auf Samplitude bekommen?
Dann melde dich gleich bei mir und vereinbare eine erste kostenlose Beratung

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Die englische Radio- und TV Sprecherin Ashleigh über ihre Arbeit bei BBC und Co.

Das BBC gehört zu den größten Medieneinrichtungen Großbritanniens. Unsere Station Voice von Blind Dance Radio, Ashleigh, gebürtige Britin, arbeitet unter anderem beim BBC TV als Redakteurin.
Doch wie kommt man zu einem solch großen Fernsehsender?
Im exklusiven Blind Dance Radio Interview erzählt Ashleigh:

“Ich arbeitete ursprünglich für einen Radiosender aus New Castle, mein großer Traum war es aber nach London zu ziehen. Ich entdeckte eine Stellenanzeige vom BBC und bewarb mich gleich. So kam ich rein.
Ich arbeite meist im Frühdienst und da gehört es zu meinen Aufgaben, mir die einzelnen Fernsehsendungen anzuschauen, die jeweiligen Texte (Skripte) zu verfassen und diese im BBC TV 1 und 2 vorzustellen.”

Du bist beruflich auch anderweitig als Voiceover Artist aktiv. Was sind hier deine Aufgaben?

“Ich arbeite vom Homestudio aus und bin auf verschiedneen Artist Plattformen aufgelistet. So kann es sein, dass ich einmal einen Werbespot für z. B. Mac Donalds spreche. Es kann auch genauso gut sein, dass ich E-Learning Kurse moderiere und über Rezepte auf Social Media spreche.
Fernseh- und Radiowerbespots zu sprechen gehören zum Alltag.
Die Arbeit ist sehr vielseitig, und das schätze ich sehr daran.
Obendrauf habe ich meine eigene Plattform, luxebible.com, ein digitales Lifestyle Magazin gegründet, wo ich und meine Kollegen/innen über Bars, Restaurants und Hotels aus Großbritannien berichten und diese bewerten.”

Als britischer Voiceover Artist hast du neben deinem Einsatz bei Blind Dance Radio auch noch einen anderen Bezug zu Deutschland, nicht wahr?

“Genau, ich habe Freunde, die in Berlin wohnen.
Ich liebe Berlin, die Stadt ist fabelhaft.
Am meisten gefallen mir hier die Outdoor Cafes und die Outdoor Clubs. Von denen gibt es in UK nicht viele.”

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?

“Ich liebe es, zu essen. Deshalb kommt mir der Job mit luxebible.com zugute, weil ich durch die Bewertungen von Restaurants Gelegenheit habe, neues Essen auszutesten.
Außerdem liebe ich das Meer und paddele sehr gerne.”

Wer mehr über Ashleigh’s Lifestyle Magazin erfahren möchte, klickt sich
hier rein

Many thanks for the impressive overview into your life, Ashleigh

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Loopen – Die Standard Funktion in der Musikproduktion

Was bedeutet Loopen?

Unter einem Loop versteht man das ständige Wiederholen eines Musiksamples (Melodie, Beat) innerhalb der ausgewählten Zeit eines Songs.
Wie lange der Loop andauern soll, bestimmst du als Komponist/in.
Loopen gehört in der Musikproduktion zu den Standards einer solchen Musiksoftware.

So erzeugst du einen Loop in Samplitude

Nach Öffnen der Software legst du ein virtuelles Projekt an und wählst eine Midi Spur aus. Anschließend lädst du einen Sampler, z. B. Bliss, oder ein VST – Instrument aus.
Starte eine Aufnahme in Samplitude. Nachdem du nun mit einem Midi Keyboard eine Melodie eingespielt hast, stoppst du die Aufnahme und wählst das aufgenommene Material aus.
Öffne nun den Objekteditor und aktiviere das Loop-Feld.
Nun kannst du die Länge des Loops bestimmen. Die eingespielte Melodie wird demnach um die Anzahl der eingestellten Takte abgespielt.

So entsteht dein Beat

Wähle ein Drum Plugin aus. Starte eine Aufnahme und drücke an deinem Midi Keyboard einmal auf die Kick.
Diesen einen Schlag loopst du dann solange wie die Kick zu hören sein soll.
Das gleiche machst du mit der Hihat, der Snare und dem Bass.

Audio Dateien loopen – einfacher geht’s nicht

Ein Loop lässt sich auch problemlos mit einem Wav Sample auf einer Audio Spur umsetzen.
Deine Vorteile: Du brauchst kein Midi Keyboard oder sonstige Grundkenntnisse zum Bedienen eines Midi Editors.
Du benötigst keinen Sampler oder sonstige Plugins.
Das Loopen funktioniert bei Audiodateien in Samplitude genauso wie bei Midi Dateien.

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Mastering – so bringst du deine Musik auf das höchste Level

Das Geheimnis hinter dem Begriff “Mastering”

Nahezu jeder Song wird in der heutigen Zeit vor seiner Veröffentlichung auf Spotify und Co. von einem oder mehreren, ausgebildeten Audio Engineers abgemischt bzw. gemixt und gemastert.
Dabei ist es nicht die Aufgabe eines Audio Engineers, den insgesamten Song zu kreieren. Dafür bist du als Musikproduzent verantwortlich.
Hingegen ist der Audio Engineer zuständig für die technische Aufbereitung deines Songs.
Doch was bedeutet Mastering konkret? Und was passiert dabei mit dem Song?
Jannis Wollenweber ist als Audio / Mastering Engineer tätig und sagt dazu:

“Unter dem Begriff Mastering versteht man die technische Aufbereitung eines Songs, um die Wiedergabe auf allen möglichen Medien zu gewährleisten. Dabei holt man klanglich das Optimum eines Songs heraus, sodass im Mastering der letzte Feinschliff von klanglicher Bearbeitung vorgenommen wird, um den Gesamtsound des Stückes zu veredeln und somit ein perfektes Gesamtergebnis zu erzielen.”

Tipps für einen erfolgreichen Sound

Beim Produzieren eines Songs entstehen oft technische Fehler. Wie du deine Musik auf ein hohes Level bringst, weiß Jannis:

“Grundsätzlich gebe ich dir den Ratschlag, minimalistisch an die Sache heranzugehen. Das heißt, eine Struktur mit einem soliden Fundament aufzubauen, wo jedes Instrument, jeder Sound seine Daseinsberechtigung hat und eine gewisse Rolle übernimmt.
Oft denken viele Produzenten, dass noch diverse Bässe mit rein in den song müssen – oder man kommt auf die Idee, einen Bass Sound 15-mal aus einem Synthesizer zu laiern. Davon rate ich ab.
Wenn du als Produzent nicht weiterkommst, empfehle ich dir, etwas Geld in die Hand zu nehmen und einen Profi zu Rat zu ziehen. Aktuell ist das in der Musikindustrie ein großes Problem, denn viele Leute wollen aus Kostengründen alles selber machen. Und dann kommt es einfach zu Fehlern, die sich durch den gesamten Produktionsprozess durchziehen und erst am Ende auffallen und nicht rückgängig gemacht werden können.
Dementsprechend bin ich ein Freund von klar getrennten Produktionsschritten, sodass jeder dieser Schritte von einer anderen Perosn durchgeführt wird. Investiere lieber in einen Experten, bevor du alle Schritte von der Produktion bis zum Mastering selber in die Hand nimmst und am Ende mit dem Produkt nicht zufrieden bist.”

So wirst du dein eigener Audio Engineer

Natürlich kannst du dich über verschiedene Schulen und Institutionen weiterbilden und deinen Audio Engineer Abschluss machen. Dazu sagt Jannis:

“Das SAE Institute ist eine sehr gute Uni, genauso wie auch das Abbey Road Institute – oder auch die Deutsche Pop etc.
Ich habe meinen Audio Engineer als Fernstudium bei Hofer gemacht.
Informiere dich einfach mal im Internet. Geh mit den verschiedenen Anbietern ins Gespräch, um die Abläufe des Studiums zu klären. Dann kannst du selbst für dich entscheiden, welcher Bereich dir wichtig ist – und dann wird das schon.”

Das Mastering gehört in der Musikbranche neben dem Mixing zu den wichtigsten Bereichen.
Du bist selber Musikproduzent und weißt nicht, wer deinen Song mastern soll? Dann schau doch mal bei

Audio Engineering Hannover

vorbei. Dann steht deinem erfolgreichen Sound nichts mehr im Weg.

Auch ich als Musikproduzent habe all meine bisherigen Tracks von

Jannis Wollenweber

mastern lassen – und bin sehr zufrieden.

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Drei Musikplugins zum Produzieren eigener Songs

In der heutigen Zeit ist das Produzieren von Musik am Computer längst nichts Seltenes mehr. Wenn man nur an die großartigen Songs von einem David Guetta, einem Avicii oder einem Martin Garrix denkt. Aber auch in der Pop Musik wird vieles nur noch digital erschaffen, was sich an den Sounds einer Produktion sofort heraushören lässt.
Voraussetzung für ein Musikplugin ist eine DAW Software, zum Beispiel Samplitude, Cubase oder Protools.
Als Hardware arbeite ich mit einem Midi Keyboard, welches per USB an den Computer angeschlossen wird, um die einzelnen Sounds auszugeben.
In diesem Beitrag stelle ich dir drei Musikplugins vor, mit der du deine eigenen Tracks komponieren und produzieren kannst.

Bliss Sampler

Der Bliss Sampler wird dazu genutzt, einzelne Töne eines Instruments in allen Noten auszugeben.
Beispiel: Du hast einen einzigen Klavierton als wav Datei in der Tonart C – und lädst dieses Klavier C in den Bliss Sampler. Nun kannst du anhand deines Midi Keyboards alle Töne dieses Klkavier Samples abspielen und somit deine eigene Melodie kreieren.
Und so funktioniert Bliss mit allen Samples, egal ob Gitarre, Bass, Drum oder Synthies und unabhängig von der Tonart.
Aber: So cool der Bliss Sampler auch aufgebaut ist, leider ist er für mich als blinden User nicht alleine nutzbar. Zumindest nicht ganz. Der Plugin browser des Bliss ist sehr visuell und deshalb ist Jaws, mein Screenreader, komplett inaktiv. Das heißt, beim Hereinladen einer Audiodatei benötige ich sehende Unterstützung. Nach dem Hereinladen kann ich wieder selber weiterarbeiten.
Der Bliss kostet dich einmalig 90 Euro.

Magix Plugins

Die DAW Software Samplitude verfügt über rund 900 virtuelle Instrumente, genannt VST’s. Diese VST’s sind nach Katalogen angeordnet. Von klassischen Orchester Sounds über Jazz Drums bis hin zu elektronisch beatigen Sounds ist für jeden Musiker und Produzenten was dabei.
Die Magix Plugins sind für blinde User recht barrierefrei, somit können die einzelnen Instrumente anhand von Tastaturbefehlen angesteuert werden.
Sie gehören zu Samplitude und sind beim Kauf der Software automatisch mit integriert, man zahlt also nicht extra für ein weiteres, solches Plugin.

Nexus

Der Nexus gehört zu den top Produktionsplugins, wenn es um EDM und Dance Musik geht.
Wer es laut und basslastig mag, der hat hier die besten Karten. Selbst die klassischen Sounds eines Avicii sind im Nexus zu finden. Von der Barrierefreiheit her ist der Nexus einigermaßen gut bedienbar.
Hier brauche ich nur teilweise sehende Unterstützung bei der Auswahl der einzelnen Instrumentenkataloge.
Nexus Lizenzen können ab ca. 250 Euro erworben werden.

All meine Songs, die man derzeit streamen kann, wurden mit Bliss, Magix und Nexus kreiert.
Mein im Februar veröffentlichter Song “Where are you now” wurde sogar nur mit Bliss produziert.
Hingegen ist “The good times” mit Sounds aus dem Nexus Plugin entstanden.

Fazit

Für welches Musikplugin du dich letztendlich entscheidest: Du solltest dich damit am sichersten fühlen. Ich empfehle, am Anfang auszuprobieren, wenn du dir unsicher bist.
Nur so kannst du herausfinden, welches Programm bzw. Plugin zu dir passt.
Bliss und Magix bieten da sogar kostenlose Demo Versionen zum Testen an.
Viel Spaß beim Produzieren!

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DJ Artin hinter den Turntables

Es ist das Highlight eines jeden DJ’s – die Musik, die man liebt und feiert, mit der Crowd zu teilen. Auf der Bühne zu stehen und die Masse mit der Musik zu begeistern, ist für mich einfach nur faszinierend.

Aber: Kann man denn als blinder DJ vor dem Publikum live auflegen?
Ja, das geht! Und zwar mit Hilfe einer DJ Software, die die barrierefreie Nutzung gut ermöglicht.
Kurz zum Verständnis: Normalerweise hat man als sehender DJ einen Laptop mit einer Software vor sich (Virtual DJ, Serato) etc.
Die Tracks werden in die Software eingepflegt, man kann ganze Playlisten erstellen und dort verwalten. Mit Hilfe eines DJ Controllers, der per USB am Laptop oder PC angeschlossen wird, werden die einzelnen Songs vom DJ live und in Echtzeit gemixt. Diese Variante des Auflegens ist eine besondere Herausforderung, da man den Beat zweier Songs in einen Beat verwandeln muss, für Anfänger eine komplett neue Welt.

Aber nun zurück zur eigentlichen Frage: Wie kann man als Blinder mixen?

Im Prinzip genauso wie ein Sehender auch. Der einzige entscheidende Unterschied liegt darin, dass ich die DJ Software, in dem Fall VirtualDJ, mit einer Sprachausgabe meines Screenreaders bedienen muss. Ich habe somit zwei Kopfhörer. Ein Headphone für die Sprachausgabe, die mir die Songs ansagt, und auf dem anderen Kopfhörer höre ich die Musik.
Das Publikum bekommt von der Sprachausgabe nichts mit, da sie über die interne Soundkarte des Laptops wiedergegeben wird und somit nicht mit den Lautsprechern und der Soundkarte des Controllers verbunden ist.
In Echtzeit kann ich die gewünschte Musik in VirtualDJ hereinladen und sie dann im Controller zusammenmixen.

Drehregler statt Touchscreen

Die Bedienung des DJ Controllers ist aufgrund der Drehregler die geringere Herausforderung. Ich lernte schnell, wo sich die Lautstärke regeln lässt, die BPM des Songs angepasst werden kann und welchen Regler ich drehen muss, um die Musik aus- bzw. einzufaden.
Auch spielt der Equalizer eine wichtige Rolle. Anhand einzelner Regler lässt sich zum Beispiel die Gesangsstimme herausfaden sowie Höhen und Tiefen eines Songs anpassen.
Du siehst, die meiste Arbeit entsteht am Pult und weniger am Laptop.
Die einzige Regel ist nur: Je mehr Knöpfe und Regler das Gerät hat, desto besser für mich. Ein Touchpad bringt uns nicht viel, da hier nur visuell gearbeitet wird.

In nur zwei Wochen zum TV DJ werden

Die größte Herausforderung war für mich anfangs, die Übergänge perfekt erklingen zu lassen. Als ich letztes Jahr damit anfing, übte ich täglich mehrere Stunden. Das hatte auch einen wichtigen Grund, denn schon nach zwei Wochen Übung kam das Frankenfernsehen und ich präsentierte im TV ein Set von 40 Minuten Musik, und zwar ohne Fehler. Damit hatte ich mir also innerhalb von nur zwei Wochen das DJing erarbeitet.
Der Vorteil war für mich jedoch auch, dass ich zu dem Zeitpunkt sowie heute auch bereits meine Radioshow digital anhand der DAW Software Samplitude zusammenmixe.
Diese Art des Arbeitens ist jedoch für Live DJ’s nicht geeignet. Man möchte schließlich nicht teilnahmslos neben der Musik stehen und seinem eigenen set nur zuhören, sondern das Können und die Kunst des DJings soll ja live perfomrt und gezeigt werden.
Deshalb rate ich bei Live Gigs dringend zu einem Controller.
Na dann, let’s go to the stage!

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Musiknutzung online vs. offline

Streamen oder Downloaden? Welche Methode eignet sich für wen?
Was sind die Vor- und Nachteile für alle Beteiligten (Konsument und Artist)?
In diesem Beitrag erfährst du mehr über den Musikkonsum und welche Auswirkungen die Musiknutzung auf die Artists hat. Wir unterscheiden dabei zwischen Streaming und Downloading.

Nur ein Klick bis zum Lieblingstrack

Beim Streaming spielt man die gewünschte Musik über einen externen Zulieferer (Spotify, Youtube etc.) ab.
Die meisten Leute, die ihre Musik konsumieren, nutzen das Streaming Angebot, da es den eigentlichen Zweck erfüllt. Man klickt einfach auf den Play-Button seines Lieblingssongs und kann ihn in voller Länge genießen.
Zudem kann man sich seine Playlists selber zusammenstellen, hat Zugriff auf Millionen von Songs und die Kosten für den Endverbraucher sind sehr niedrig.
So zahlt man für ein Spotify-Abo aktuell 10 Euro.
Für uns Künstler, gerade für Newcomer Artists, ist das Streamen aus meiner Sicht nicht sehr förderlich, da wir damit kaum unser Geld verdienen können. Ein Klick, also ein Stream, generiert in der Regel um die zwei bis drei Cent.
Zudem kann man die Musik nicht lokal auf dem Rechner abspeichern.
Beim Download Prinzip läuft es hingegen anders ab.

Ein Kauf und du kannst die Musik lokal für dich nutzen

Man sucht sich einen Song aus, kann wahlweise eine Hörprobe über die ausgewählte Plattform (Beatport, Amazon, Traxsource) streamen und kauft den Titel anschließend.
Beim Kauf erhält der Käufer eine digitale Rechnung per Mail und kann im gleichen Moment seine gekaufte Musik als mp3 oder wav Datei auf den Computer herunterladen. Somit hat der Kunde dauerhaft lokalen Zugriff auf die erworbene Musik.

Aber, wird überhaupt noch gedownloadet?
Ja, auf jeden Fall. Als DJ ist man auf das Herunterladen von Musik sogar angewiesen.
Wenn man auf einer Party oder im Radio eingeladen wird um dort zu spielen, muss der Song im besten Fall als wav-Datei zur Verfügung stehen, damit er eingesetzt werden kann.
Im EDM Bereich gibt es bei jedem Song meist zwei verschiedene Versionen, die Extended Edit und die Radio Edit.

Extended vs. Radio Edit

Die Radio Edit ist von der Spieldauer kurz, man bekommt diese bei jedem Streamingdienst und sollte es der Song ins Radio schaffen, wird auch nur die Radio Edit gespielt.
Die Extended Version ist die längere Version des Tracks. Anders als bei der Radio Edit, bei der der Song gleich mit den Vocals startet, fängt die Extended Edit erst mit einem Intro (20-30 Sekunden lang) an und endet mit einem genauso langem Outro.
Diese Version wird von uns DJ’s sehr gerne verwendet, weil man dadurch die Übergänge zwischen den Songs professionell erzeugen kann.
Die Extended Version gibt es nur bei bestimmten Musikdiensten: Beatport und Traxsource gehören zu den bekanntesten Plattformen.
Je nach Musiklabel kann man die Extended Version eines Songs auch bei Amazon oder Apple Music erwerben, das kommt aber nicht oft vor.

Beatport vs. Traxsource

Beatport bietet Neuerscheinungen aus dem EDM Bereich exklusiv vor allen anderen Musikdiensten an. Jedoch kostet ein Song hier auch bis zu 2,30€, also 1€ mehr als gewöhnlich.
Dafür stehen aber auch wirklich alle EDM Tracks und deren Extended Version zur Verfügung.
Anders ist das bei Traxsource. Hier kostet ein Song in der Regel 1.99$., also etwas günstiger als bei Beatport. Dafür bietet aber Traxsource keine exklusiven Neuerscheinungen an, oft kommen die Tracks hier erst zwei bis vier Wochen nach dem Release bei Beatport als Extended Version bei Traxsource heraus.
Beatport und Tracsource bieten zudem sehr häufig Rabatte auf den Einkauf an, hier kann man mit Gutscheincodes bei Großeinkäufen bis zu 30 Prozent sparen. Die Codes erfolgen meist per Email Newsletter des entsprechenden Anbieters.
Die Zahlung erfolgt online, z. B. per Paypal oder Kreditkarte.

Fazit

Die meisten Leute nutzen für den Musikkonsum heutzutage das Streaming Angebot. Mit einer monatlichen Abonnentengebühr von 10 Euro bei Spotify hast du Zugriff auf Millionen von Songs.
Beim Downloading erwribt man den Song, preislich bewegen wir uns zwischen 1,29€ und 2,34€ pro Lied. Das ist teurer als ein Spotify Abo, hat jedoch den Vorteil, dass du die Musik lokal abrufen kannst. Die meisten DJ’s sind darauf sogar angewiesen, weil sie ja irgendwie ihre DJ Sets vorbereiten müssen.
Streaming oder Downlaoding? Welche Methode nun wirklich besser ist, kannst du letztendlich nur selber herausfinden.
Kleiner Tipp: Du kannst auch zweigleisig fahren und beide Methoden nutzen.